Der Prinz und der Gloeckner
Gedichte

 

(2006-10-25, 2007-02-27)

Poesie ist ihr Lächeln
doch ohne Worte
die es ohnehin nicht beschreiben können
Anmutig ist jede ihre Bewegungen
daß dir ein wohliger Schauer
über den Rücken fährt
Keck ist ihr Blick
kannst ihn nicht erwidern
ohne zu erröten
Hell erklingt ihr Lachen
Geht es dir durch Mark und Bein
Lacht sie über dich?
Wie hast du auch nur denken können...?
Entschlossen das Rümpfen ihrer Nase
daß deine Argumentation verstummen muß
weil sie ins Leere geht
wenn eine Nase sich so rümpfen läßt
Und legt sich erst
ihre zarte Stirn in Falten
ist alles aus
und du bist schuld
Feurig ist ihr Zorn
Natürlich hast du alles falsch gemacht
und verstehst nicht einmal was
Wie konntest du nur so dumm sein?
Süß ist ihre Vergebung
Wenn du wie ein Wurm
vor ihr kriechst
und sie dich nicht zertritt
Göttlich ihre Gnade
Du bist unwürdig
Und doch mag sie dich
Trotz allem
ein wenig
manchmal
 
Doch ist sie weg
sickern die Gedanken zurück
in dein Ich
und plötzlich wagst du
all ihre kleinen Macken und Fehler
zu erkennen
die sie allein durch ihre Anwesenheit
schlicht überspielt hat
Und es macht dich ganz unruhig
all das zu wissen
und doch
wieder fasziniert zu sein
dumm
Betritt sie den Raum
verkümmert die schöpferische Kraft deines Hirns
in einer Glut des blöden Verlangens
ein Durst der Leidenschaft
Natürlich verblödest du lieber immer wieder
als zu verzichten
als all die Macken und Fehler aufzuzählen
wie sie das immer mit dir tut
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