Der Prinz und der Gloeckner
Gedichte

Feuchter Kehricht

(2015-10-26)

Im Grunde, jeder weiß es:
Es achtet nicht des Ahnen Fleißes
Wer in eigner Religion verstrickt
Wer im eignen Haß erstickt
Oh sprenge nur
Und bleib nur stur
Spreng weg Kultur
Was außer Haß bleibt dann nur?
Vergessene Vergangenheit
Tut dir nichts leid?
Weg mit der Zukunft
Und das ohne Vernunft!
Und kannst nicht mal lachen
Wenn andere weinen
Kannst nur verneinen
Läßt es nur richtig krachen!
Ohne Sinn und Verstand
Du hast dich verrannt!
Dein Irrtum steht dir nicht gut
Bringt das dich in Wut?
Zerstören ist so viel leichter als erschaffen
Und du hast die geeigneten Waffen!
Und du hast deinen Haß!
Und denkst: Das ist doch schon was!
Du siehst nicht einmal:
All das ist nicht neu
All das wirkt fahl
In deinem Kopf ist nur Streu
Oh all diese Toren!
So ist die Welt verloren.
Und wenn das Land brennt
Sich doch ein jeder verrennt.
Doch was du auch tust.
Das Universum bleibt kalt und stumm.
Und du bleibst dumm
Und nur voller Frust
Deine Religion
Deine Anschauung
Dein Weg
Deine Spinnerei!
- so dumm!
Was du auch tust
Bist nicht mal eine Randnotiz
In diesem feuchten Kehricht
Der sich in irgendeiner Ecke des Universums zusammengerottet hat
Auch deine Ewigkeit wird einfach weggesprengt
Von dem nächsten Deppen, der kommen wird
Mag sein:
Du zerstörst uns die Hoffnung
Du zerstörst uns die Harmonie und den Rhythmus
Vielleicht schaffst du es, daß wir auch dich wegsprengen aus Haß
Doch was solls?
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- der Kasus macht uns lachen!
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