Der Prinz und der Gloeckner
Gedichte

Blütenpracht

(2004-09-12)

An Baches Ufer stand
Von Vielen arg verkannt
Ein zart-schüchtern Blümelein
Es gedieh dort schon recht fein
Seine zarte Knospe aber
Hielt es noch zurück
Nicht zu verschwenden daher
Ihr wunderbestes Stück
Allein der Sommer ging dahin
Der Herbst stand in voller Blüte
Und seine Pracht und Kraft war ein Gewinn
Stolzer Wuchs zeigte seine Güte
Doch es schien sich ohne Gleichen
Nichts schien ihm die Blüte wert
Nichts schien ihm als Grund zu reichen
Das Einmalige hatte es begehrt
Der kalte Winter dann
Nahm der Schönheit Kraft
Immer noch fragt es sich wann?
So verlor es endlich allen Saft
Was lehrt uns aber das?
Wer seine Zeit nicht nutzt
Sich nur für die Zukunft putzt
Hat im Leben keinen Spaß
Stil: 0  1. 2. 3  4  N  D