Der Prinz und der Gloeckner
Gedichte

 

(1999-04-20)

Wenn Worte unser Denken formen,
Wenn Bilder die Realität bestimmen,
Wenn wir den Sinn benennen.
Was bleibt dann,
Wenn es keine Worte
Keine Bilder
Keinen Sinn
Mehr gibt?
Mir scheint,
Ich stehe in einem lichtlosen, kalten Verlies
Und suche vergeblich
In dieser bedeutungslosen Leere
Nach einem Ausgang...
Zwar weiß ich jetzt immer genau,
Wo ich stehe,
Doch was hilft das
In der Einsamkeit der Leere?
Mir ist klar,
Dies Dunkel vermag ich nicht
Allein
Zu erhellen,
Nicht mit Worten,
Nicht mit Bildern,
Noch mit Sinn
Zu füllen.
Mich friert,
Und
Die Leere ist in mir.
Ich taste vergeblich suchend um mich...
Ich sehne mich nach
Etwas Licht,
Etwas Wärme,
Eine Stimme,
Eine Hand, die mich hält.
Ich stolpere weiter
Durch die Dunkelheit
Und hoffe auf dich.
Dort wo sich unsere Wege kreuzen,
Liegt es an uns,
Ob wir gemeinsam
Worte, Bilder, Realität erschaffen,
Uns gegenseitig Licht und Wärme spenden
Oder ob wir einfach wieder auseinandergehen,
Und jeder für sich allein seinen
Ziellosen, sinnlosen Weg weitergeht.
Ich strecke meine Hand suchend aus,
Dort wo sich unsere Wege kreuzen.
Habe keine Furcht,
Denn etwas Besseres als das Jetzt
Können wir gemeinsam allemal erschaffen!
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