Der Prinz und der Gloeckner
Gedichte

Kalt oder Heiß?

(1998-07-03)

Ich bin die im gras liegende gestalt
Und schaue hinauf in die ferne
Aus dem dunkel strahlen die sterne
All die leere dazwischen ist kalt
Ihr licht aus der weite wärmt nicht
Die lautlose stille bannt mich
Nichts lebendiges bewegt sich
Keine erlösung den bann bricht
Bist du der sonnenaufgang
Nach dem ich mich sehne?
Bist du der betörendste klang
Den ich zu hören wähne?
Erweckst du in mir einen regenbogen der gefühle
Bunt wie die spektren der moleküle
Wärmt dein strahlender blick meine gedanken
Dein sonnenfeuer bringt mich ins wanken?
Ist dein lächeln kitzelnd wie ein sonnenstrahl
Wird deine berührung mich verbrennen
Werde ich dein innerstes dabei erkennnen
Wird die hitze deines feuers meine süßeste qual?
Doch noch ist nacht
Doch noch bin ich nicht erwacht
Noch hält mich nur der erde schwere
Entfernt vom sog endlos weiter leere
Aber bisher sehe ich nur vieler sterne fernen glanz
Spüre noch nicht die kraft der einen sonne
In deren hitze ich verglühe vor wonne
Nach vorherigem umkreisen auf distanz
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