Der Prinz und der Gloeckner
Gedichte

Wenn Winde irren

(2001-02-09)

Wenn Winde irren
Reiher unter Tage reisen
Blumen durch die Lüfte sirren
Dann mag ich dich preisen
Ob roter Regen
oder schwarzer Schnee
dem Tale bringt den Segen
ich rate dir: geh!
Kann's düster sein
hinter dem Sonnenschein?
kann in deinem Lachen
mein Glück erwachen?
Nie werden rote Rosen wachsen
doch grüß mir die nackten Fakten
Laute liegen auf den Achsen
Brülleulen den Schwamm hackten
Ich weiß nicht mehr
kalte Augen verbrühen
in der Glut der Mühen
doch des Sessels Kopf bleibt leer
Laß doch die Gitarren rasseln
Liebe doch die Kellerasseln
mein Reich ist Schweigen
um diesen Nebelreigen
Oh schüttle mir den Nimmerviel
die Beeren küssen leise
die hartgekochte Götterspeise
Hüte dich vor kurzem Spiel
Viel halt' ich von schnellen Pflanzen
du magst nicht mal rosa Wanzen
Willst du eine wilde Brise
Geh doch auf die schlimme Wiese
Der Wildlachs ist ein Knüller
Still der Fluß weht
Kalt die Nacht steht
Lieber geh ich zu Freulein Müller
Ich will keine matschigen Rasierklingen mehr
den Turm zu retten fiele dir nicht schwer
Doch du suchtest im Feuer und Reis
soweit ich das weiß
Still grimmt die Leiter
So geht es nicht weiter
Der Zahn kann mir flocken
Dann tätest du wohl frohlocken
Wo grau der Stahl
im Argen liegt
nicht in meinen Armen wiegt
hattest du die Qual
Satt geht das Gestern
Jetzt sollst du Stroh essen
Deine Allee ist vergessen
Du lachtest über grübelnde Schwestern
Kannst du mir den König nennen?
Kannst du nachts im Regen rennen?
Du kannst es nicht
Doch das hat kein Gewicht
Wo Worte schweigen
kann kein Hecht die Hose halten
Tanz mir in jenem Reigen
Wo Rösser dir den Weg gestalten
Die Sehnsucht des Drachen
bringt mich doch zum Lachen!
Spiel nicht mit den Taschentüchern!
Les auch mal in nassen Büchern
Die Gedanken sind gerad
Ich kann dir nur raten
der Teppich schmeckt fad
rette lieber statt zu warten!
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